Personenschifffahrt Biggesee
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Wasserwirtschaft/ Ruhrverband
Energie und Wasserwirtschaft - Der Biggesee - Wasser für Millionen Menschen

Erbauer und Gewässereigner ist der Ruhrverband Essen. Neben dem Tourismus sind die Hauptaufgaben die Wasserversorgung, die Wasserregulierung, sowie der Hochwasserschutz für das Ruhrgebiet.

"Die Wasserversorgung des Ballungsraumes Ruhrgebiet erfolgt wesentlich durch die Entnahme von Wasser aus der Ruhr. Wegen der schwankenden natürlichen Wasserführung des Flusses und der Wasserverluste durch das Überpumpen in benachbarte Flußgebiete ist die kontinuierliche Bedarfsdeckung nur mit dem Betrieb von Talsperren an den Nebenflüssen der Ruhr möglich.
Der 1899 als privatrechtlicher Verein gegründete und 1913 in eine Körperschaft des öffentlichen Rechts umgewandelte Ruhrtalsperrenverein baut und betreibt Talsperren im Einzugsgebiet der Ruhr.

Mit ihrem Fassungsvermögen von rd. 150 Mio. m3 erhöht die Biggetalsperre den Gesamtstauinhalt des Talsperrensystems im Einzugsgebiet der Ruhr von 321 auf 471 Mio. cbm.
Die Biggetalsperre kann in Zeiten eines geringen natürlichen Abflusses etwa 40% des erforderlichen Zuschußwassers der Talsperren für das Flußsystem der Ruhr abgeben. Dies ist ihre Hauptaufgabe. Eine weitere wichtige Aufgabe ist der Hochwasserschutz. In hochwassergefährdeten Zeiten, zwischen dem 1. November und dem 1. Februar, wird ein Hochwasserschutzraum von 32 Mio. qkm freigegehalten, der in der Zeit zwischen dem 1. Feb. und dem 1. Mai zum Aufstau freigegeben wird. Durch diesen Schutzraum wird die Hochwasserspitze unterhalb der Talsperre erheblich gedämpft.

Die Wasserabgabe, die sich nur nach den Erfordernissen der wassermengenmäßigen Bewirtschaftung der Ruhr richtet, erfolgt vorzugsweise über ein Kraftwerk, das etwa 600 m unterhalb des Sperrdammes errichtet wurde.

Im Biggekraftwerk, das in der Regel als Spitzenkraftwerk betrieben wird, nutzen drei Francis-Turbinen mit je 10 cbm/s und eine kleine Francis-Turbine mit 1,5 cbm/s Ausbauwassermenge die Energie des gestauten Wassers. Die Nutzfallhöhe beträgt 53 m, die jährliche Stromerzeugung etwa 22 Mio. kWh. Über die kleine Turbine wird die aus gewässerökologischen Gründen vorgeschriebene Mindestwassermenge abgegeben. Die gleichmäßige Abgabe der Zuschußwassermengen über 24 Stunden erfolgt über das Kraftwerk am Stausee Ahausen.

Die seit 1912 bestehende Listertalsperre ist betrieblich in die Biggetalsperre einbezogen worden. Die Biggetalsperre staut die ca. 40 m hohe Staumauer von der Luftseite zu zwei Drittel ein. Die Wasserspiegeldifferenz zwischen Listertalsperre und Biggetalsperre wird kraftwirtschaftlich genutzt. Aus der Listertalsperre entnehmen die Kreiswasserwerke Olpe einen größeren Teil des für die Versorgung ihres Gebietes benötigten Wassers."
(Zitate: Internetpräsentation des Ruhrverbandes, 2001)

 



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